So langsam geht meine dritte Study Period hier in Lund zu Ende.
Zu meinen Mathe-Vorlesungen gibt es im Moment nicht sonderlich viel zu sagen. Zahlentheorie (“Talteori“) bei Arne ist super, Wahrscheinlichkeitstheorie (“Sannolikhetsteori” oder Markus’ Freakshow) bei Tatyana ist… naja, Wahrscheinlichkeitstheorie (angewandte Mathe) eben … aber trotzdem ganz nett – auch wenn ich die Graphen und Polytope (“Polytrope“) während meines Deutschlandaufenthalts leider verpasst habe
. Übernächste Woche ist dann wieder eine Klausur.
Ansonsten wird es hier so langsam Frühling
. Die Temperaturen sind zweistellig (grade so, aber immerhin), die Tage werden wieder länger, die Sonne scheint und ich habe vorhin auf dem Heimweg ganz viele bunte Blümchen und Marienkäfer (die mag ich!) gesehen
.
Vorhin habe ich mein Zimmer geputzt und aufgeräumt und freue mich jetzt auf ganz viel Besuch diese Woche!
Aber bis der kommt, hab ich heute Abend noch ein wenig Zeit, euch zu berichten, was ich hier sonst grade so mache und in den letzten Wochen gemacht habe:
- Sport:
Ich hab jetzt nämlich auch eine ganz tolle Pulsuhr, die mir beim Joggen immer sowas mitteilt wie “Beeil dich mal, du bist viel zu langsam!” oder “Cool bleiben, du bist zu schnell!”. (Also eigentlich macht sie natürlich nur unterschiedliche Pieptöne, aber mir erscheint diese Interpretation doch ganz passend.) Leider ist hier jedoch fast alles asphaltiert; deshalb sind grade nicht viel mehr als 10 km auf einmal drin…
Aber es gibt schließlich auch noch andere Sportarten…
- Malen:
… zum Beispiel die Windmühle in Malmö:

Zum Vergleich ist hier das Original:

Nun ja…
(Ich studiere schließlich Mathe und nicht Kunst, was leider auch nicht erklärt, warum meine so schief ist…)
Das hier ist Road Runner – wie man hoffentlich erkennt.

(Das war übrigens mein erster Versuch mit Acrylfarben auf Leinwand; Ölfarben – wie bei den anderen Bildern – erschienen mir bei diesem Motiv irgendwie zu sehr nach “Stilbruch”…)
Und zuletzt zeige ich euch noch, was ich letztes Wochenende gemalt habe:

- Lesen:
… zum Beispiel den Herrn der Ringe auf Schwedisch. Oje… das dauert… ich hab schon ‘ne ganze Seite oder so… und mittlerweile sogar begriffen, warum “hober” in meinem Wörterbuch nicht drin steht… 
Außerdem hab ich jetzt außer dem ganz kleinen zweisprachigen auch noch ein großes einsprachiges Wörterbuch und jetzt könnt ihr euch sicher vorstellen, wie ich Wörter nachschlage…
- Lernen:
… zum Beispiel, was Homologie-Gruppen sind. Und dann hab ich auch gleich ganz viele davon berechnet – von einer “8″ (ha, das kenn ich, das ist ein “wedge of spheres”, sorry, eine “Einpunktverheftung von Sphären” natürlich – wer hätte gedacht, dass “wedge” eine solch offensichtliche Übersetzung hat?
), von Kugeln mit Henkeln, von Dingen, die aussehen wie der Planet Saturn mit seinen Ringen, von der Klein’schen Flasche, … Ist ja gut, ich hör ja schon auf, sonst hagelt’s wieder Kritik, weil das nur was für Insider ist (und die auch nur langweilt).
- Das hier spielen:

Naja, ich sag mal: “It’s getting better every day.”
- Urlaub planen
- Fotografieren – ganz viel… alles, was mir so vor’s Objektiv kommt… vorausgesetzt ich habe die Kamera dabei… (Aber das ist doch recht häufig der Fall, seitdem ich zum Beispiel vor Weihnachten sehr bereut habe, dass ich sie nicht dabei hatte, um das grandiose Outfit eines Optimierungs-Profs zu dokumentieren: blaue Jeans, violettfarbenes Hemd im leichten Metallic-Look und dazu eine rote Krawatte mit Rentieren, Weihnachtsmännern etc. Außerdem hatte das mit dem Knoten wohl auch nicht so ganz geklappt, die Krawatte stand nämlich meistens quer, wenn er mal still stand, was aber nicht allzu häufig vorkam, weshalb die Krawatte ohnehin die meiste Zeit wild durch die Gegend flog… Okay, ich schweife ab… Zurück zum Thema… Fotografieren…)



Irgendwie gucken manche Leute ein bisschen komisch, wenn man scheinbar jedes Schneeglöckchen einzeln in Großaufnahme ablichtet…
- und natürlich Berichte für mein Weblog schreiben
– ich mach mal gleich weiter!