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Prüfungen in Schweden

An der “Faculty of Science” (schwedisch: “NatFak”) der Lund University, wo ich eingeschrieben bin, bestehen die Prüfungen (meistens! – sonst wär’s ja zu einfach) aus zwei Teilen: Zunächst einmal schreibt man eine fünfstündige Klausur (entweder von 8 – 13 Uhr oder von 14 – 19 Uhr). (Diese Klausuren sind – abhängig von Kurs und Professor – unterschiedlich schwer, aber im Allgemeinen eher anspruchsvoll und vom Umfang her für fünf Stunden angemessen.)
Hat man die Klausur bestanden, wird man zur mündlichen Prüfung eingeladen. Für die mündlichen Prüfungen scheint es keine festgelegten Rahmenrichtlinien zu geben, was Dauer, Ablauf und ähnliches angeht. Jeder Professor hat dafür so sein eigenes Konzept… ;-) (Einige meiner diesbezüglichen Erfahrungen habe ich im Blog festgehalten.)
Nach der mündlichen Prüfung bekommt man auch dafür eine Punktzahl, die zur Klausurpunktzahl addiert wird. Die Note richtet sich dann nach der Gesamtpunktzahl aus beidem.

Andere Prüfungsformen, die mir bisher untergekommen sind, sind zum Beispiel folgende: Zum einen gab es da schon mal eine sogenannte “Take-Home-Exam”, das heißt man bekam einen Aufgabenzettel und musste eine Woche später seine Lösungen abgeben. (Klingt nicht so schwer, klingt nach möglicher Kooperation mit anderen, aber genauso war es dann nicht…)
Vor allem bei Kursen an der LTH (das ist die andere Uni in Lund) oder am “Department of Computer Science” (das wohl irgendwie auch so ein bisschen zu beiden Unis gehört…) hatte ich Kurse, bei denen man zunächst im Verlauf des Semesters einige Vorleistungen (Hausaufgaben, Programming-Assignments, …) einreichen musste, um dann die Klausur schreiben zu dürfen. Manchmal gingen die Ergebnisse aus den Vorleistungen mit in die Note ein, manchmal bestimmte sich die Note aber auch ausschließlich aus dem Klausurergebnis.

Da wir gerade bei der Notengebung sind: Dafür gibt es unterschiedliche Konzepte – an der LU “Godkänd” (bestanden), “Väl Godkänd” (gut bestanden) und “Underkänd” (nicht bestanden), an der LTH 0 (nicht bestanden), 3 (gut), 4 (besser) und 5 (am besten). Man bekommt seine Note aber anscheinend immer in dem System, das der Uni entspricht, an der man eingeschrieben ist – unabhängig davon, an welcher Uni man den Kurs belegt hat.

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